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Peter Wagner: ... Mensch

 

LP, Extraplatte 21, Wien 1981
(vergriffen)

 

Texte und Musik: Peter Wagner

Wolfgang Heinrich – b; Wolfgang R. Kubizek – vio; Christian Mühlbacher – dr; Peter Wagner – voc, ac.guit; Thomas Barabas – dr.

Tonmeister: Gerhard Sulyok; Sica-Sound-Studio Großpetersdorf 1981.

 

Peter Wagner, „Mensch…“, Extraplatte 21

Peter Wagner, freier Schriftsteller, Liederer und Burgenländer, besitzt den Vorzug, dass er schreiben kann. Seine Lieder benötigen weder Holzhammer noch Idylle – dafür machen sie betroffen. Wagner reagiert empfindlich auf Bedrohungen, die jeden von uns betreffen; wenn ihm etwas sauer aufstößt, stößt er zurück. Mensch, ich mag die Platte, denn sie ist ein neuer Akzent in der Liedermacherei. Wer allerdings auf Schönsingerei abfährt, sollte sich besser an diverse ehemalige Sängerknaben halten.

NEUE WEGE

 

Platten-Telegramm

Peter Wagner heißt er, und keiner kennt ihn. Aber nicht mehr lang. Denn die eben herausgekommenen Extraplatte 21 („Mensch…“) ist voll mit seinen Liedern und ein Erzählungsband mit dem Titel „Aktion am Drulitschweg“ ist im Eisenstädter Nentwich-Verlag erschienen.

Der 25jährige Burgenländer nennt sich „Liederer“ und ist weder der Seelenkäse-Welle zuzurechnen, noch der angenehm-ordinären Realismus-Fraktion unter den Liedermachern, zu der Sigi Maron und Heli Deinböck gehören.

Wagner arbeitet nach dem Schmetterlinge-Rezept: Ausgefeilte Texte ohne Holzhammer, aber mit weit mehr politischem Hintergrund als das in der Alternativszene seiner Generation üblich ist, dazu rhythmische und melodische Ohrwürmer, die zwar Perfektion verraten, aber vor allem durch die ungemein einfachen Mittel verblüffen.

Wer mit Kreisler und Hüsch aufgewachsen ist, mit Degenhardt und Süverkrüp denken gelernt hat, und bei Wecker zum Hirn den Bauch entdeckte, wird am „Liederer“ Wagner wohl nicht vorbeikönnen. Und wer sich als leicht angegrauter 68er eine Portion Hoffnung zukommen lassen will, der sorge gefälligst dafür, dass in seiner Gegend eine Veranstaltung mit Wagners Liedern und Texten organisiert wird, damit die Freak-Szene zwischen Beisl und Selbsterfahrung auch mitkriegt, dass der Maly-Gust nicht der einzige ist, der politische Lieder machen kann.

ST, OBERÖSTERREICHISCHES TAGBLATT

 

Sehr gekonnt ist auch das Debüt-Album des Burgenländers Peter Wagner: „Mensch…“. Der junge Künstler – der auch beim heurigen Volksstimme-Fest mit dabei war – betont bewusst seinen Bezug zum politischen Lied in der künstlerischen Form unseres Jahrhunderts. Brecht und Brechtens Vertoner dringen manchmal recht kräftig bei Peter Wagners Liedern durch, obwohl er durchaus sein eigenes Konzept hat. Und er schafft mit einem doch sehr kleinen Aufwand eine außerordentliche Dichte seiner Lieder.

Helmuts Ohrwaschl, VOLKSSTIMME

 

Liedermacher Peter Wagner:
„Misstraut den Schreienden“

Wenn ein Schreibender „Leider der Zeit“ verfasst, dann sind die in diesen Liedern gestalteten Inhalte von seiner Interpretation der „Zeit“, seiner Lebens- und Erfahrungswelt, von seinem subjektiven Sehen von Zusammenhängen bestimmt: Dann gibt es im positiven Fall keine Schwarz-Weiß-Erklärungen, sondern das Übermitteln von Zwischentönen, Widersprüchen.

Peter Wagner zeigte den Zuhörern bei dem vergangen Donnerstag im Rahmen der Steirischen Kulturinitiative veranstalteten Konzert im Studentenheim in der Grazer Hans-Resel-Gasse „Miniwelten“. Nicht nur in der Form der kritischen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, so z.B. in einem Gesang über das Konzentrationslager Auschwitz, „wo sich das Leben mit dem eigenen Schatten abdeckt“; er breitete in seinen der Tradition des epischen Theaters, genauer dem Bänkelgesang Brechtscher Art angelehnten Songs eine Vielzahl nuancierter Gedanken aus: über den „normalen Behinderten“, über das große Lachen, das vielleicht etwas zu ändern vermag, über die Bitte, einmal den Mut zu haben, unbequem zu sein.

So konnte sich nachdenkliches Mitdenken verbreiten, so wurden unnötige Geräusche bedacht vermieden. Er zog die Gedanken der Hörenden an sich, während er einen aus dem Laokoon entwickelten Gedanken vortrug: „Misstraut den Schreienden, die oft dann, wenn es darauf ankommt, nur ein Stöhnen hervorbringen.“

Waltraud Schweiger, NEUE ZEIT

 

Extraplatte Nr. 21
Mensch…
Die erste LP von Peter Wagner ist da.

In Eigenregie hat der Liedermacher und Schriftsteller Peter Wagner im südburgenländischen Großpetersdorf seine erste Langspielplatte aufgenommen. Im Studio waren ihm Wolfgang R. Kubizek (Geige), Wolfgang Heinrich (Bass) und am Schlagzeug Christian Mühlbacher, alle drei Mitglieder der „Wiener Zähne“, behilflich. Die LP mit dem Titel MENSCH… ist ein weiterer Beitrag zur Vielfalt der österreichischen Liedermacherszene.

Mensch… lasst die Tauben frei

Die Jugendbewegung in den späten 60er Jahren sowie die Ereignisse in Zürich werden zum Anlass einer besseren Verständigung zwischen jung und alt verwendet. Doch auch die Enttäuschung über das Scheitern der Jugendlichen, das nichtverstanden-, das ignoriert-, das vermarktet- und verkauftwerden der jungen Generation kommt zum Ausdruck. Sehnsucht nach Frieden beendet die LP. Mit dem eindringlichen Appell „Lasst die Tauben frei“ werden alle Mächtigen und die meisten anscheinend Ohnmächtigen aufgefordert, dem Frieden in der Welt eine konkrete Chance zu geben. Auch an die kleinen Laute, an die unmittelbare Nachbarschaft wird dieser Appell gerichtet. Würde er von allen befolgt, kein Militärflugzeug würde den Himmel trüben. Kein Panzer je eine Fabrik verlassen. Ein Leben in Frieden und Freiheit wäre Wirklichkeit. Vorläufig sind wir noch weit von diesem Ziel entfernt. Doch die Friedensbewegung, der Kampf für Frieden und Abrüstung wird immer breiter. Lasst die Tauben frei, damit sie uns und unseren Kindern einen Weg in eine bessre und friedlichere Zukunft zeigen.

EXPLOSIV

 


 

Musik Peter Wagner

 


 

Musik anderer Komponisten mit Texten von Peter Wagner

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