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Der Pannonische Kongress

© Peter Wagner, 2003
Anregung und Mitarbeit: LAbg. Mag. Josko Vlasich (Die Grünen)

Nicht realisiert.

 

PANNONISCHER KONGRESS
Ein fünfjähriges Projekt zum Status Quo der EU-Erweiterungsfähigkeit

Der PANNONISCHE KONGRESS findet zwischen 2004 und 2008 einmal im Jahr statt, und zwar zunächst an jeweils verschiedenen Hauptaustragungsorten im Südburgenland, etwa in Bildein, Rudersdorf, Oberwart, Großwarasdorf, wo jetzt bereits existierende oder in Zukunft existierende Infastrukturen im Bereich Tagungsmöglichkeit, Übernachtung, Veranstaltungsräumlichkeiten, Gastronomie vorhanden sind. Es ist aber auch eine temporäre Übersiedelung des Kongresses ins benachbarte Ungarn möglich (Slowenien? Slowakei? Siebenbürgen?) – je nach Interesse und Engagement der Partnerverbände des Kongresses aus den in Frage kommenden Ländern.

Der Kongress besitzt eine indirekt dialogische Grundstruktur, die sich über ihre beiden Hauptstränge dialektisch gebärdet und definiert:

STRANG 1:

Das Kolloquium
DAS EUROPA DER ERWEITERUNG

Ein intellektuell und künstlerisch gestalteter Diskurs über den nach Fall der politischen Barrieren neu entstehenden Lebens-, Wirtschafts- und Kulturraum östlich der einstmaligen Schengengrenze mit jährlich anders lautendem thematischen Schwerpunkt

STRANG 2:

Die Messe
GEMEINSAMER GRENZÜBERSCHREITENDER PROJEKTE

Zusammenfassung des bisher Entstandenen und Visionierung des zukunftig Entstehenden im Kontext praktischer Lebensgestaltung in einem erweiterten Europa

mit Rahmenveranstaltungen aus den Bereichen Projektberatung, veranstaltungstechnischer Selbstdarstellung, der Künste (alte und neue), praktischer Wissensvermittlung, Unterhaltung und Spiel.

Für das Burgenland als exponiertestes Grenzgebiet im Europa der alten EU bedeutet dieser Kongress einen Zugewinn an Prestige als weltoffener Kulturraum, als Treffpunkt eines aufgeklärten, demokratiepolitisch bedeutsamen Potentials an tätigen Menschen, denen die Gestaltung eines nach wie vor von Widersprüchen geprägten zukünftigen Europas obliegt. Nebst allen anderen touristischen Bedeutsamkeiten auf kulturellen Gebieten verfügte das Burgenland somit auch über ein in Bewegung befindliches intellektuelles Plateau, das die Beengtheit der Provinz sprengen und zu einem neuen, erweiterten Selbstbewußtsein seiner Bewohner als emanzipierte Partizipienten am europäischen Experiment beitragen kann. Abgesehen davon können sowohl der kulturtouristische Nutzen als auch die Umwegrentabilität für Dorf und Region von beträchtlicher Bedeutung für die Entwicklung des gesamten (Süd)Burgenlandes sein.

 

KOLLOQUIUM PANNONISCHER KONGRESS
DAS EUROPA DER ERWEITERUNG

Das KOLLOQUIEM PANNONISCHER KONGRESS wird mit jährlich wechselndem Schwerpunktthema einmal jährlich im Rahmen des PANNONISCHEN KONGRESSES durchgeführt. Es dient als Plattform von und für denkende ZeigenossInnen im Kulturraum Pannonien und wird von einem oder mehreren jährlich wechselnden Veranstalter(n) im Südburgenland bzw. auch in Ungarn ausgerichtet. Der Themenschwerpunkt sowie die Auswahl der eingeladenen ReferentInnen bzw. der Programmablauf obliegt den Ergebnissen der Diskussion innerhalb der ARGE PANNONISCHER KONGRESS.

Das 3-tägige KOLLOQUIUM PANNONISCHER KONGRESS sieht Vorträge qualifizierter DenkerInnen in Querverbindung mit der Präsentation eines künstlerischen Werkes, das vor oder während des Kongresses entstehen kann und jedenfalls Bezug zum vorgegebenen Thema haben muss, mit anschließender Publikumsdiskussion vor. Der so entstehende interaktive Spielrahmen zwischen Reflexion/Sprache – Kunst/sinnliche Erfahrung – Rezeption/. reflektive bzw. spielerische Mitbeteiligung des Publikums wird als Buch bzw. Buchkatalog editiert und bietet eine umfangreiche Entwicklungsgeschichte vorhandender gesellschaftlicher Realität innerhalb eines politischen Experiments.

Schwerpunktthemen – Liste möglicher Themen:

2004: KONGRESS DER SPRACHEN
am Vorabend der EU-Osterweiterung

Der Begriff der sog. „EU-Osterweiterung“ ist nicht ganz unproblematisch, handelt es sich doch – von der anderen Seite her betrachtet – auch und in einem wahrscheinlich noch viel gravierenderen Ausmaß um eine Westerweiterung des Ostens. So sollen nach dem Plan der EU nicht nur Völker und Nationalitäten, die einander durch die politische Entwicklung des 20. Jahrhunderts weitgehend fremd geworden sind, ein geordnetes Miteinander hegen und pflegen, sondern auch eine Vielzahl an Sprachen in einen nun als gemeinsam definierten Lebensraum eintauchen, die die Buntheit dieses großen Gebildes Europa buchstäblich neu definieren wird.

Der PANNONISCHE KONGRESS geht den vielschichtigen Fragen nach der Übersetzbarkeit der Sprachen in praktischer wie mentalitärer und kulturphilosophischer Hinsicht nach. Wie spiegelt sich das kulturelle Selbstverständnis eines Volkes in seiner Sprache und worin bestehen diesbezüglich die Unterschiede in den einzelnen Sprachen? Wie stehen die Sprachen historisch und gegenwärtig zu einander? Wie sieht die Übersetzbarkeit im Alltäglichen aus? Welche technischen, personellen, politischen Voraussetzungen müssen geschaffen werden bzw. sind schon geschaffen worden, um den Informationsfluss von einer Sprache in die andere zu erleichtern? Worin bestehen die tatsächlichen Barrieren und wie können, müssen und werden sie überwunden werden? Welche Modell eines tatsächlichen Sprachenaustauschen gibt es schon, welche sollten und müssten avisiert und initiert werden bzw. auf welcher Basis könnte und müsste dies geschehen?

Verzahnt mit dem philosophisch/linguistischen Teil des Kongresses stellen in einem eigenen Veranstaltungsbereich Sprachakrobaten, Sprachanimateure, Sprachenübersetzer, Sprachvideokünstler, Programmierer von Übersetzungsprogrammen, Hersteller von Simulatanübersetzungsanlagen etc. ihre Arbeiten, Installationen, Prgramme etc. vor.

Dieser Teil korreliert bis zu einem gewissen Grad mit der MESSE PANNONISCHER KONGRESS, speziell dort wo es um bereits existente Projekte im Kindergarten-, Schul- und Austauschbereich geht.

2005: INHALT DER GRENZEN, GRENZEN DER INHALTE
Die Erweiterung ist Realität – die Realität ist Erweiterung?

Pradoxerweise wirft der Kongress bereits nach der vollzogenen Erweiterung die Frage nach der Qualität der Grenzen auf, im positiven wie im negativen. Er hinterfragt das Verhältnis von Erwartung der Beitrittsländer an die Erweiterung zu der Eigentlichkeit der Veränderung, die sich für die Menschen dieser Länder vollzogen hat. Im besonderen könnte dabei die Rolle der Medien als Spiegelbild an Erwartung, Vollzug, Euphorisierung, Ernüchterung, Enttäuschung, Kritik, Verkitschung aufgearbeitet werden, was für das parallel laufende künstlerische Programm vielfache Ansätze bietet.

2006: DIE LOKOMOTIVE ROLLT AM RANDE DER LAWINE DAHIN
Ein Blick auf das Unscheinbare – Veränderung als die Zeichensprache des Individuums

Was hat sich für die Menschen im Alltäglich seit der Veränderung getan? Im Wirtschaftlichen, im Kulturellen, im Alltagsgeschehen, im Freizeitverhalten genauso wie am Arbeitsplatz. Der Kongress beleuchtet bewußt nicht den politischen Aspekt sondern den persönlichen. Wie sehr greift ein politisches Experiment in die Gestaltungsdynamik des individuellen menschlichen Wesens ein. Steht menschliches Bewußtsein in einem direkten oder indirekten Abhängigkeitsverhältnis zum großen Zug der Zeit oder gibt es auch soetwas wie den „Trotz der Würde“.

Parallel wirft die Fotographie, die Bildende Kunst, der kleine lyrische Blick der Sprache bzw. der neuen Medien den Blick auf das Unscheinbare und ihre gewaltige Zeichensprache.

2007: DAS PARLAMENT DER FRAGEN
Nachreichung der Fragen auf schon gegebene Antworten

Der Kongress erstellt einen Katalog nicht der wichtigsten Antworten, sondern der wichtigsten Fragen auf Gegenwart und Zukunft des neuen Wirtschafts- und Kulturraumes. Die Vorarbeiten dazu entstehen in Kindergärten und Schulen der pannonischen Ländergruppe.
(Konzept dazu folgt)

2008: UNDER GROUND
Bezähmte Wirklichkeit?

Vom Wesen und der Wichtigkeit der Subkultur.

 

Weitere Themen (beliebig zu erweitern):

Der Status der Frauen
Das alternative Projekt
Die biologische Ressource
Von Moden und von Demokratie
Die Etikette des Globus – Globalisierung im Kopf

 

MESSE PANNONISCHER KONGRESS
GEMEINSAME GRENZÜBERSCHREITENDE PROJEKTE

In der MESSE PANNONISCHER KONGRESS sollten sich alle Projekte, die derzeit tatsächlich (nicht nur aus fördertechnischen Gründen) grenzüberschreitend laufen, präsentieren – ähnlich wie bei einer Verkaufsmesse. Als Beispiele wären Schulprojekte, Privatinitiativen aus dem Umweltschutzbereich, Kunst oder Kultur, Agrargeschichten etc. zu nennen.

Darüber hinaus sind Tagungen unter dem Motto „Die Akribie des Visionären“ denkbar, die – unabhängig vom COLLOQUIUM PANNONISCHER KONGRESS – die Wirklichkeit und die Möglichkeit grenzüberschreitender Gestaltungsarbeit an den konkret ausgestellten Projekten erörtern und hinterfragen. Diese Tagungen können zusätzlich sowohl der Anregung neuer Projektideen dienen, als auch schon Angedachtes und Avisiertes auf seine praktischen Realisierungschancen überprüfen und somit den Projektbewerbern wertvolle Hilfe bieten. Es ist vorstellbar, dass auch diese Tagungen ein jährlich wechselndes Überthema mit gezielter inhaltlicher Schwerpunktsetzung in Angriff nehmen. Wie auch das Colloquium findet auch die Messe mit ihren Ergebnissen Eingang in die editierte Dokumentation des PANNONISCHEN KONGRESSES. Dadurch soll ein lebendiges Bildnisses der möglichen Übereinstimmung oder aber auch des allenhalb vorhandenen Widerspruchs zwischen gedanklicher Arbeit und gearbeiteter Gedanklichkeit entstehen und somit die Fallen der Wirklichkeit dokumentieren.

Für die Gestaltung dieser Messen muss ein eigenes ausstellungsdidaktisches Konzept erarbeitet werden, das den Anforderungen einer genauso informativen wie ästhetisch reizvollen und spielerisch einladenden Wissensvermittlung genüge leistet. Die Messe sollte über mehrere Monate frei zugänglich sein und damit auch in touristische Strategien mit eingebunden sein.

Über die gesamte Zeit der Messe wird sich in den Ausstellungsräumen ein Veranstaltungsprogramm präsentieren, das mit den Partnerländern der Projekte gestaltet wird und auf einem anspruchsvoll populären Niveau steht. Vorstellungen aus den verschiedensten Bereichen wie Kunst, Kunsthandwerk, traditionelle bzw. folkloristische Musik, Jugendkultur etc. sind denkbar.

 


 

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