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Kulturhauptstadt Oberwart

 

Nicht realisiert.

 

 

 

Obwohl sich die Planung zwischen Landesrat Helmut Bieler, Bürgermeister Gerhard Pongratz und Peter Wagner für das umfassende Gesamtprojekt „Kulturhauptstadt Oberwart 2005“ sich ab April 2003 kontinuierlich entwickelte und im Oktober 2003 schon in einem relativ fortgeschritten Stadium befand, entschied sich die Gemeinde Oberwart im Herbst 2003 für ein Projekt mit dem Titel „Vox Pannonica“, einem musikalischen Verschnitt folkloristischer Traditionen der Volksgruppen des Burgenlandes unter der Schirmherrschaft des Musikers und Komponisten Christian Kolonovits. Die erste Staffel der Aufführungen in der Messehalle von Oberwart fand im September/Oktober 2004 statt, die zweite Staffel folgt im Herbst 2005.

Das Konzept „Kulturhauptstadt Oberwart“ wurde von Peter Wagner aus eigenem Antrieb entworfen, es stand also kein dezidiert erteilter Auftrag dahinter. Peter Wagner hatte seit gut zweieinhalb Jahrzehnten immer wieder darauf hingewiesen, dass der kulturelle Reichtum des Südburgenlandes und im speziellen Oberwarts in seinen verschiedenen Volksgruppen bestünde (Ungarn, Kroaten, Roma, Deutschsprachige), war aber meist – wenn nicht überhaupt nur - auf taube Ohren gestoßen.

 

 

 

Projekt 1:

REQUIEM (Arbeitstitel)

BESCHREIBUNG: Am 5. Feber 2005 jährt sich zum 10. Mal das Attentat von Oberwart, bei dem 4 junge Roma-Männer den Tod fanden. Der Komponist Franz Zebinger erarbeitet ein Requiem für Orchester, Chor, Solo-Stimme und Tänzer unter Verwendung der ORF-Aufzeichnung vom Begräbnis der 4 Roma am 11.2.1995. Roma-Schriftsteller gestalten zum klassischen Text des Ordinariums eigene Beiträge, die in die Komposition Zebingers einfließen.

Komponist: Franz Zebinger

Libretto-Autoren: Texte aus dem klassischen lateinischen Ordinarium sowie von neueren Roma-Autoren (u.a. Ruza Mikulits, Juro Jovanovits, Stefan Horvath) - Koordination und Einrichtung: Peter Wagner

UA mit einem Österreichischen Orchester (z.B.: ORF-Radio-Symphonie-Orchester, Wr. Symphoniker, NÖ-Tonkünstlerorchester)

Professioneller Chor (burgenländische Chöre dafür nicht geeignet)

4-8 Tänzer unter der Leitung und Choreographie der aus oberwart gebürtigen Choreographin Isolde Schober

Solosänger

Projektion der ORF-Live-Übertragung des Begräbnisses der 4 Roma vom 11.2.1995, Moderation: Walter Reiss

 

 

Projekt 2:

Die Vielvölkerstadt Oberwart - eine Geschichte in Geschichten

BESCHREIBUNG: Die Geschichte der Vielvölkerstadt Oberwart (multiethnisch, multikulturell, mehrsprachig, Religionsgemeinschaften) als übersichtliche Ausstellung einer Geschichte in Geschichten - multimediales Ausstellungskonzept unter Verwendung neuer und traditioneller Techniken - Künstlerbeteiligungen aus dem Bereich der Bildenden Kunst (Burgenlandweit)

Konzeption und Forschungsarbeit: Clemens Berger und Peter Wagner

 

Projekt 3:

Die Oberwarter Trilogie - eine Chronik aus dem Zentrum

BESCHREIBUNG: Basierend auf den Vorarbeiten von Clemens Berger und einer dramaturgischen Grobkonzeption von Peter Wagner erstellen 3 burgenländische AutorInnen eine "Oberwarter Trilogie", in deren Zentrum der Rathaussaal Oberwart als politische Bühne steht: Teil 1 behandelt das 19. Jahrhundert, Teil 2 + 3 das 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart (u.a. den Staat Lajta-Banat) - umgesetzt wird die Trilogie von Laiendarstellern aus dem gesamten Burgenland unter der Regie von namhaften Theaterleuten

AutorInnen: (zu eruieren)

Etwa 80-100 Darsteller

 

Projekt 4:

Die, die gingen, singen unser Lied? - ein virtuelles Brückenprojekt über die Ozeane hinweg

BESCHREIBUNG: Eine Suche nach der 4. Generation der Auswanderer vom Südburgenland in andere Kontinente, vorrangig USA und Südamerika endet in einer virtuell/tatsächlichen Begegnung, die über die Ozeane hin gespielt, übertragen, kommuniziert wird. Moderne Technologien machen es möglich, diese Begegnung ohne gewaltigen technischen Aufwand zu vollziehen - wir fragen danach: was ist aus den Kindern und Kindeskindern der Einwanderer geworden. Wie sehen Sie auf das Heimatland ihrer Vorfahren zurück, welche Beziehung haben sie zu etwas, das für sie im Grunde nur noch Fama und Erzählung der Großeltern ist. Immer allerdings war es den Menschen eigen, nach ihren Wurzeln zu suchen ... vielleicht auch eine Replik auf das, was wir heute weltweit als Migrationsproblem kennen.

 

Projekt 5:

Rockoper (Titel und Thema noch nicht genau bezeichnet)

BESCHREIBUNG: Im Vorfeld werden Lehrer an div. Schulen gebeten, die Schüler über Oberwart bzw. das Phänomen, als junger Mensch in der Provinz aufzuwachsen, zu schreiben. Wie empfinden junge Menschen das Land, in dem sie ihre Kindheit und Jugend verbringen, mit welchen Gefühlen und Erwartungen betrachtet man das, was man über die Jahrhunderte "Heimat" nannte. Aus diesen Texten gestalten Künstler und Musik-bzw. Theaterleute eine Rock-Oper, die als großes Theaterprojekt zu seinem Ausgangspublikum zurückkehrt. Eine oder mehrere heimische Bands gestalten den musikalischen Rahmen, Profis sorgen für eine künstlerisch qualitätvolle Umsetzung.

 

Projekt 6:

Eine lokale Selbsterhebung in Vorträgen und Veranstaltungen

BESCHREIBUNG: Wie ist die Vielvölkerstadt Oberwart entstanden und gewachsen? Was macht ihre Rolle in der Geschichte aus, wie sehen die Konzepte für Gegenwart und Zukunft aus? Vorträge und Diskussionen über Geschichte, Kultur, Ethnien, Stellung der Frauen, Verkehr, Wirtschaft, Tourismus etc.etc. sind ebenso möglich wie kleinere Veranstaltungen mit originellen Künstlerpersönlichkeiten oder kreativen Leitideen.

 

Projekt 7:

Interaktives Planungs- und Projektbüro

 


 

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