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Das Kery-Beobachtung-Komitee (KBK)

 

 

 

Presseaussendung

 

Am 3. September 1982 wurde in Mattersburg die Gründung des „Kery-Beobachtungskomitees“ (in der Folge KBK genannt) vollzogen. Das Komitee setzt sich aus vorläufig 32 Personen zusammen, die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppierungen und Lebensanschauungen angehören und sich in der Mehrzahl als unabhängig von irgendeiner Parteilinie betrachten. Das KBK versteht sich als aktiver Wahlhelfer für unseren Landeshauptmann Theodor Kery und löst sich mit dem Termin der Wahl zum burgenländischen Landtag am 3. Oktober 1982 wieder auf. Die Ziele und Aufgaben wurden in folgendem Sechspunkteprogramm zusammengefasst:

  • Jedes öffentliche Erscheinen des wahlwerbenden Landeshauptmannes soll vom KBK auf seine Korrektheit hin beobachtet und überprüft werden.
  • Das KBK will dafür sorgen, dass der „gerade Weg“ des sozialistischen Spitzenkandidaten nicht zu einem krummen Weg wird. Dort, wo er es bereits ist, sollen verschiedene imagekosmetische Korrekturmittel verwendet werden, wie dies z.B. schon jahrelang vom burgenländischen Organ der SPÖ, der BF, praktiziert wird.
  • Ein besonderer Schwerpunkt in der Arbeit der KBK bildet die Saubererhaltung des himmelblauen Hintergrundes auf den Wahlplakaten mit dem Kopf unseres Spitzenkandidaten. Dort, wo er durch graue bis braune Flecken verschmutzt sein sollte – etwa durch den Straßenverkehr –, werden Maßnahmen zur Beseitigung dieses Missstandes ergriffen. Die Mitglieder des KBK verpflichteten sich, fortan ständig einen Putzlappen sowie ein Scheuermittel bei sich zu tragen.
  • Besondere Sorge bereitet dem KBK (in Anlehnung an Punkt 3) die oftmals völlig unzureichende Arbeit der Plakatierer. So wurden bereits Plakate gesehen, auf denen eine oder mehrere Falten (!) über den gesamten Gesichtszug des Landeshauptmannes verlaufen. Dieser äußerst groben Entstellung des öffentlichen Erscheinungsbildes unseres Landesfürsten muss rigoros Einhalt geboten werden. Ausgehend von der Überlegung, dass der himmelblaue Hintergrund als wahlwerbendes Argument genügt, empfiehlt das KBK bei öffentlicher Entstümmelung des SPÖ-Kandidaten diesen sofort mit himmelblauer Farbe zu übermalen, da ein blauer Himmel allein noch immer besser ist als ein verzerrter Kery. In weiterer Folge muss jedoch umfangreiche Aufklärungsarbeit unter den heimischen Plakatierern betrieben werden, damit es zu solchen unzulänglichen Entstellungen erst gar nicht kommen kann.
  • Das KBK will die Burgenländer zur Zusammenarbeit gewinnen und ein Volk von Kery-Beobachtern aus ihnen machen. Jede, wie auch immer geartete Beeinträchtigung des makellosen Kery-Bildnisses in der Öffentlichkeit ist eine Beleidigung des ohnehin schwer witzgeschädigten Burgenlandes. Das KBK fordert die Burgenländer daher auf, jedes Vergehen in dieser Richtung umgehend folgender Adresse mitzuteilen:

Peter Wagner, 7503 Neuhaus in der Wart Nr. 19.

  • Bei einem erfolgreichen Wahlausgang für unseren Landeshauptmann beantragt das KBK jetzt schon einen Sonderpreis der Theodor-Kery-Stiftung.

Für das Kery-Beobachtungskomitee,

Peter Wagner, freier Autor.

 


 

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